Ein Mitglied, das weiss, was es heute machen soll, trainiert. Eines, das vor dem Gerätepark steht und überlegt, geht nach 40 Minuten Laufband nach Hause. Der Trainingsplan ist der Unterschied, und er wirkt nur, wenn er beim Mitglied ankommt, bei jedem Besuch, mit den richtigen Gewichten und Einstellungen. Diese Seite zeigt, wie eine Trainingsplan-App im Studio funktioniert: vom Erstellen über das Zuweisen bis zum Tracking und zur Auswertung.
Papierplan, Excel oder App
Alle drei funktionieren, aber nicht gleich gut. Die Unterschiede zeigen sich nicht am ersten Tag, sondern nach drei Monaten.
- Papierplan. Schnell geschrieben, schnell verloren. Niemand weiss, ob das Mitglied ihn benutzt. Gewichte werden mit Kugelschreiber überschrieben, bis nichts mehr lesbar ist. Der Trainer hat keinen Überblick, wer welchen Plan seit wann hat.
- Excel oder Google Sheets. Sauberer, aber auf dem Handy mühsam. Supersätze sind kaum darstellbar, Videos fehlen, und jedes Mitglied braucht eine eigene Datei. Beim Tracking tippt das Mitglied in winzige Zellen.
- Trainingsplan-App. Der Plan liegt in der App des Studios, der Trainer sieht, ob er benutzt wird, und das Tracking dauert zwei Tipps pro Satz. Dazu kommen Videos, Geräteeinstellungen und Statistiken, die auf Papier nicht möglich sind.
Rechne auch die Trainerzeit mit. Ein Plan auf Papier ist schnell geschrieben, aber jede Änderung heisst neu schreiben, jeder verlorene Zettel heisst noch einmal von vorne. In der App ändert der Trainer eine Übung, und das Mitglied sieht sie beim nächsten Öffnen. Bei zwei Trainern und 200 Mitgliedern summiert sich das auf Stunden pro Woche.
Den ausführlichen Vergleich aller Varianten, inklusive Kosten, findest du im Software-Vergleich für Fitnessstudios.
So erstellt der Trainer einen Plan
In RepX entsteht ein Plan im Admin-Panel in wenigen Minuten. Der Ablauf ist für jedes Mitglied gleich.
- Vorlage wählen. Das Studio hat eigene Plan-Vorlagen, zum Beispiel für Anfänger, Ganzkörper, Push/Pull/Legs oder Reha. Der Trainer startet mit der passenden Vorlage statt mit einem leeren Blatt.
- Anpassen. Übungen tauschen, Sätze und Wiederholungen ändern, Startgewichte eintragen. Jede Übung ist mit einem Gerät verknüpft und, wenn vorhanden, mit dem Video des eigenen Coaches.
- Geräteeinstellungen hinterlegen. Sitzhöhe oder Polsterposition werden pro Mitglied gespeichert. Beim Scannen des QR-Codes am Gerät sieht das Mitglied seine Werte.
- Zuweisen. Ein Klick, und der Plan liegt in der App des Mitglieds. Bestehende Pläne lassen sich duplizieren, wenn mehrere Mitglieder ähnlich trainieren.
Wie ein guter Plan inhaltlich aufgebaut ist, mit Split, Progression und Vorlagen zum Übernehmen, erklärt der Artikel Trainingsplan erstellen: Anleitung und Vorlagen für Trainer. Die Funktionen im Überblick stehen auf der Seite Trainingspläne.
Supersätze, Zirkel und Zeitübungen
Fortgeschrittene Mitglieder brauchen mehr als drei mal zehn. Ein Plan, der Supersätze nicht abbilden kann, zwingt den Trainer zu Notizen wie «A1/A2», die niemand versteht. RepX bildet drei Formate direkt im Plan ab:
- Supersätze. Zwei Übungen im Wechsel ohne Pause, in der App als Paar angezeigt.
- Zirkel. Mehrere Übungen nacheinander, dann von vorne, als Runde im Plan abgebildet.
- Zeitbasierte Übungen. Planks, Farmer's Walks, Rudern auf Zeit. Statt Wiederholungen wird die Dauer erfasst.
Das macht die App auch für CrossFit-Boxen und Functional Gyms brauchbar, wo Zeit und Zirkel der Normalfall sind.
Vorlagen, Supersätze, Geräteeinstellungen, Muskel-Map und Statistiken. Ab 70 CHF im Monat, 14 Tage gratis, keine Kreditkarte.
So trackt das Mitglied sein Training
Tracking muss schneller sein als der Kugelschreiber, sonst macht es niemand. In der App öffnet das Mitglied seinen Plan, startet das Workout und arbeitet die Übungen ab.
- Übung öffnen. Die App zeigt Gerät, Video, Sollwerte und die eigene Geräteeinstellung.
- Gewicht und Wiederholungen eintragen. Zwei Felder, zwei Tipps, keine winzigen Tabellenzellen.
- Satz abhaken. Weiter zum nächsten Satz oder zur nächsten Übung im Supersatz.
- Workout beenden. Die App fasst Dauer, Volumen und Bestleistungen zusammen und erstellt eine Story-Karte mit deinem Studio-Logo zum Teilen.
Das laufende Workout wird 24 Stunden zwischengespeichert. Geht der Akku leer oder klingelt das Telefon, macht das Mitglied später genau dort weiter, wo es aufgehört hat. Wer am Gerät steht, kann statt im Plan zu blättern auch den QR-Code am Gerät scannen und landet direkt bei der Übung mit seinen Einstellungen.
Was der Trainer davon sieht
Jedes getrackte Workout landet beim Studio. Der Trainer sieht, ob der Plan benutzt wird, welche Gewichte das Mitglied bewegt und wann es zuletzt da war. Beim nächsten Gespräch weiss er, wovon er spricht, ohne nachzufragen. Und wer seit 14 Tagen nicht trainiert hat, steht im Admin-Panel in der Liste der stillen Abgänge.
Muskel-Map und Statistiken
Aus jedem getrackten Satz entstehen Daten, die Fortschritt sichtbar machen. Das ist der Teil, der Mitglieder hält, denn die Waage zeigt nach sechs Wochen oft nichts, die Trainingsdaten schon.
Muskel-Map
Eine Körpergrafik mit Vorder- und Rückseite, männlich oder weiblich, eingefärbt nach den Muskelgruppen, die diese Woche trainiert wurden. Das Mitglied sieht auf einen Blick, was fehlt. Der Trainer sieht es auch.
Statistiken
Volumen pro Woche, Trainingstrend über Monate und persönliche Bestleistungen pro Übung. Ein Mitglied, das sieht, dass es in drei Wochen von 40 auf 50 Kilo gekommen ist, kündigt nicht. Für das Studio zeigt die Mitgliederverwaltung dieselben Daten aus der anderen Richtung: wer trainiert, wie oft, und wer seit 14 Tagen nicht mehr da war.
Für Anfänger ist die Muskel-Map oft der erste Moment, in dem Training greifbar wird: Sie sehen, dass sie den Rücken vergessen haben, bevor der Trainer es sagt. Für Fortgeschrittene sind es die Bestleistungen, die den Ehrgeiz wecken.
Planwechsel alle 8 bis 12 Wochen
Derselbe Plan über ein halbes Jahr ist der häufigste Grund für Stillstand und Langeweile. Alle 8 bis 12 Wochen sollte der Trainer den Plan anpassen: neue Übungen, anderer Split, höhere Intensität. In der App ist das ein Termin von zehn Minuten: Vorlage wählen, Gewichte anhand der Statistiken anpassen, zuweisen. Das Mitglied bekommt einen neuen Reiz und einen Grund, wiederzukommen.
Der Planwechsel ist gleichzeitig der natürlichste Kontaktpunkt zwischen Trainer und Mitglied. Wer ihn fest im Kalender hat, hält Mitglieder länger. Mehr dazu im Artikel Mitgliederbindung im Fitnessstudio. Und wenn du sehen willst, wie das alles in der App aussieht, öffne das Demo-Studio mit Beispielplänen direkt im Browser.