Vergleich

Fitnessstudio-Software Vergleich: Papier, Excel, Fitness-App oder eigene App?

Papier, Excel, eine Fitness-App aus dem Store, eine eigene App vom Entwickler oder White-Label-Software: Fünf Wege, Mitglieder beim Training zu begleiten. Hier der ehrliche Vergleich mit Kosten, Aufwand und Wirkung.

Aktualisiert am 1. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit Von RepX, Software für Fitnessstudios

Wer Fitnessstudio-Software vergleicht, landet schnell bei Feature-Tabellen mit 80 Zeilen. Dabei ist die wichtigere Entscheidung eine Stufe davor: Welche Art von Lösung passt zu deinem Studio? Dieser Vergleich stellt fünf Kategorien gegenüber, ohne Produktnamen, dafür mit den Fragen, die im Alltag zählen: Was kostet es, wie schnell läuft es, trägt es dein Branding, hält es Mitglieder, und wer kümmert sich um Updates und Datenschutz.

Die fünf Lösungen im Überblick

Kriterium Papierplan Excel / Sheets Allgemeine Fitness-App Eigene native App White-Label-Software
Kosten Fast keine Fast keine Keine fürs Studio 26'000 bis 73'000 CHF plus Unterhalt 70 bis 380 CHF im Monat
Setup-Zeit Minuten Stunden Keine Monate Unter einer Stunde
Branding Logo auf dem Zettel Keines Fremdes Logo Vollständig Logo, Farben, Domain
Mitgliederbindung Gering Gering Bindung an die App, nicht ans Studio Hoch Hoch
Tracking Kugelschreiber Mühsam am Handy Gut, aber Daten beim Mitglied Je nach Umsetzung Sätze, Gewicht, Muskel-Map, Statistiken
Updates Keine Selbst gemacht Vom Anbieter, ohne Einfluss Selbst bezahlt, pro Betriebssystem Automatisch, inklusive
Datenschutz Zettel liegen herum Dateien auf Privatgeräten Ausländischer Anbieter, keine Kontrolle Deine Verantwortung DSG-konform, EU-Server

Die Tabelle zeigt bewusst keine Feature-Listen, sondern die sieben Fragen, die im Studioalltag den Ausschlag geben. Die Kosten der nativen App stammen aus dem Artikel über App-Kosten, die Preise der White-Label-Spalte sind die RepX-Pläne. Bei den anderen Kategorien hängt vieles davon ab, wie diszipliniert ein Studio sie pflegt. In den Abschnitten unten stehen die Details zu jeder Lösung.

Papierplan

Der Klassiker. Der Trainer schreibt den Plan, das Mitglied steckt ihn in die Tasche oder in die Mappe am Empfang.

Vorteile

  • Kostet nichts und ist in zwei Minuten geschrieben.
  • Jeder Trainer kann es sofort, ohne Einführung.
  • Funktioniert ohne Handy, Akku und Internet.

Nachteile

  • Du siehst nie, ob der Plan benutzt wird oder seit Monaten in der Mappe liegt.
  • Gewichte werden überschrieben, bis nichts mehr lesbar ist. Fortschritt ist unsichtbar.
  • Supersätze, Zirkel und Videos lassen sich nicht abbilden.
  • Wer 14 Tage nicht da war, fällt niemandem auf. Genau diese Mitglieder kündigen.

Excel und Google Sheets

Die Zwischenlösung vieler Studios: ein Tabellenblatt pro Mitglied, oft vom Trainer auf dem eigenen Laptop gepflegt.

Vorteile

  • Sauberer als Papier, Pläne lassen sich kopieren und anpassen.
  • Keine Lizenzkosten, die Werkzeuge sind meist schon da.

Nachteile

  • Auf dem Handy mühsam: winzige Zellen, kein Abhaken, kein Video.
  • Jedes Mitglied braucht eine eigene Datei. Bei 200 Mitgliedern verliert jeder den Überblick.
  • Die Dateien liegen auf Privatgeräten der Trainer. Beim Datenschutz nach dem revidierten DSG ist das heikel, wie der Artikel Datenschutz im Fitnessstudio zeigt.
  • Kein Branding, keine Statistiken, keine Liste der inaktiven Mitglieder.

Allgemeine Fitness-Apps

Das Mitglied installiert selbst eine Fitness-App aus dem Store und trackt dort sein Training. Der Trainer gibt den Plan mündlich oder auf Papier mit.

Vorteile

  • Kostet das Studio nichts, oft auch das Mitglied nichts.
  • Gutes Tracking, grosse Übungsdatenbanken, teils soziale Funktionen.

Nachteile

  • Die App gehört dem Mitglied, nicht dir. Auf dem Homescreen steht ein fremdes Logo.
  • Du siehst keine Trainingsdaten. Wer abrutscht, bleibt unsichtbar.
  • Die Pläne deiner Trainer, deine Geräte und deine Videos passen nicht hinein.
  • Wechselt das Mitglied das Studio, nimmt es die App einfach mit. Die Bindung entsteht an die App, nicht an dich.
  • Die Daten liegen bei einem ausländischen Anbieter, auf den du keinen Einfluss hast.
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Eigene native App entwickeln lassen

Eine Agentur entwickelt eine App für iOS und Android nach deinen Vorgaben, mit deinem Namen im App Store.

Vorteile

  • Vollständige Kontrolle über Funktionen und Design.
  • Eigener Eintrag im App Store und bei Google Play.
  • Theoretisch jede Funktion möglich, wenn das Budget reicht.

Nachteile

  • 26'000 bis 73'000 CHF für die Entwicklung, dazu Unterhalt, Store-Gebühren und jedes Update, das ein neues Betriebssystem erzwingt.
  • Monate bis zur ersten Version, Freigabeprozesse bei Apple und Google.
  • Du bist Softwarebetreiber: Fehler, Sicherheit und Datenschutz liegen bei dir.
  • Wenn die Agentur abspringt, steht die App still.

Die vollständige Rechnung mit versteckten Posten steht im Artikel Was kostet eine eigene Fitnessstudio-App?.

White-Label-Software

Eine fertige Software, die unter deinem Branding läuft. Bei RepX als installierbare Web-App: Das Mitglied öffnet einen Link, tippt auf «Zum Home-Bildschirm», und dein Logo liegt neben den anderen Apps. Kein App Store, keine Entwicklung.

Vorteile

  • Startklar in unter einer Stunde, ab 70 CHF im Monat, monatlich kündbar. Details auf der Preisseite.
  • Dein Logo, deine Farben, deine Domain. Siehe White Label.
  • Trainingspläne mit Supersätzen und Zeitübungen, QR-Codes am Gerät, eigene Videos, Tracking, Muskel-Map, Statistiken und die Liste der stillen Abgänge.
  • Updates kommen automatisch, Datenschutz nach DSG mit EU-Servern ist Teil des Angebots.

Nachteile

  • Der Funktionsumfang ist vorgegeben. Wer eine Spezialfunktion braucht, kann sie nicht einfach bauen lassen.
  • RepX hat keine Kursbuchung, keine Zutrittskontrolle und kein Beitragsinkasso. Dafür braucht es weiterhin eine Verwaltungssoftware.
  • Kein Eintrag im App Store. Für die meisten Mitglieder ist das egal, manche Betreiber wünschen ihn sich trotzdem.

Welche Lösung für welches Studio

  • Studio in Gründung mit wenigen Mitgliedern: Papier reicht für die ersten Wochen, aber plane den Umstieg früh, bevor sich Zettel und Gewohnheiten ansammeln. Auf Gym eröffnen steht, was sonst noch dazugehört.
  • Kleines Studio oder Personal Trainer mit 20 bis 300 Mitgliedern: White-Label-Software. Der Aufwand von Excel lohnt sich nicht, eine native App erst recht nicht. Mehr dazu unter Software für kleine Studios.
  • Studio mit bestehender Verwaltungssoftware: Behalte sie für Verträge und Beiträge und ergänze White-Label-Software für Training und Mitgliederbindung. Die beiden Welten ergänzen sich.
  • Kette mit mehreren Standorten: White-Label-Software mit eigener Domain und unbegrenzten Geräten und Übungen, siehe Software für Fitnessketten. Eine native App lohnt sich erst, wenn das Budget sechsstellig ist und ein eigenes Produktteam dahintersteht.
  • Studio, das eine Spezialfunktion zwingend braucht: Erst prüfen, ob eine White-Label-Lösung sie bereits hat. Wenn nicht, bleibt die native App, mit allen Kosten und Pflichten.

Wenn du unsicher bist, probiere die White-Label-Variante zuerst aus, denn sie kostet am wenigsten Zeit. Das Demo-Studio von RepX zeigt Mitglieder-App und Admin-Panel mit Beispieldaten direkt im Browser. Was eine moderne Gym-Software im Detail können muss, erklärt der Überblick Fitnessstudio Software: Was dein Studio heute wirklich braucht.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet, was Studiobetreiber dazu am meisten fragen.

Die, die zu deinem Problem passt. Für Verwaltung und Abrechnung brauchst du eine andere Software als für Training und Mitgliederbindung. Für Letzteres ist White-Label-Software wie RepX für die meisten Studios das beste Verhältnis von Kosten, Aufwand und Wirkung.
Für den Anfang ja, aber du siehst nie, ob er benutzt wird, und das Mitglied verliert ihn. Ab etwa 50 Mitgliedern wird der Überblick ohne Software schwierig.
Weil die App dem Mitglied gehört, nicht dir. Du hast kein Branding, keine Daten und keinen Draht zum Mitglied, wenn es wegbleibt. Die Pläne deiner Trainer passen dort nicht hinein.
Eine native App vom Entwickler kostet 26'000 bis 73'000 CHF plus laufenden Unterhalt. White-Label-Software wie RepX kostet 70 bis 380 CHF im Monat, monatlich kündbar.
Eine fertige Software, die unter deinem Logo, deinen Farben und deiner Domain läuft. Das Mitglied sieht dein Studio, nicht den Anbieter. RepX funktioniert so, als installierbare Web-App ohne App Store.
Ja, und das ist oft sinnvoll. Viele Studios nutzen eine Verwaltungssoftware für Verträge und Beiträge und daneben RepX für Trainingspläne, Tracking und die Mitglieder-App.
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