Fitnessstudio-Software hiess lange: Mitgliederverträge verwalten, Lastschriften einziehen, Zutritt steuern. Das ist weiterhin wichtig, aber es bindet kein einziges Mitglied. Wer heute über Software für Fitnessstudios nachdenkt, sollte zuerst eine andere Frage stellen: Was bekommt das Mitglied davon? Ein Plan auf dem Handy, Videos am Gerät, sichtbarer Fortschritt. Das ist der Teil der Gym-Software, der darüber entscheidet, ob jemand im Herbst noch trainiert oder kündigt.
Was moderne Gym-Software können muss
Die Liste unten ist bewusst kurz. Es sind die Funktionen, die im Alltag eines Studios den Unterschied machen, nicht die längste Feature-Tabelle.
Trainingspläne, die auf dem Handy liegen
Der Trainer erstellt den Plan am Computer, das Mitglied sieht ihn in der App. Mit Supersätzen, Zirkeln und zeitbasierten Übungen, damit auch Fortgeschrittene etwas davon haben. Plan-Vorlagen fürs Studio sparen Zeit, Pläne lassen sich duplizieren und zuweisen. Mehr dazu auf der Seite Trainingspläne.
Eine Mitglieder-App unter deinem Namen
Nicht die App des Softwareanbieters, sondern deine: dein Logo, deine Farben, deine Subdomain. Am besten ohne App Store, damit die Installation per Link funktioniert und Updates automatisch kommen. Wie das geht, erklärt die Seite Eigene Gym-App.
QR-Codes an jedem Gerät
Das Mitglied scannt den Code am Gerät und sieht die Übung, das Video des eigenen Coaches und die persönlichen Einstellungen wie die Sitzhöhe. Das nimmt Anfängern die Scheu und entlastet die Theke. Details auf der Seite QR-Codes an Geräten.
Tracking und Statistiken
Satz abhaken, Gewicht eintragen, fertig. Daraus entstehen Volumen, Trainingstrend, Bestleistungen und eine Muskel-Map, die zeigt, was diese Woche trainiert wurde. Ein Mitglied, das seinen Fortschritt sieht, bleibt.
Mitgliederverwaltung mit Blick auf die Aktivität
Mitglieder per E-Mail oder Link einladen, Pläne zuweisen, Nutzungsanalyse pro Studio und eine Liste der stillen Abgänge: alle, die seit 14 Tagen nicht trainiert haben. Diese Liste ist das wirksamste Werkzeug gegen Kündigungen, das eine Software bieten kann. Siehe Mitgliederverwaltung.
Branding
Logo, Farben, Themes, Hintergrundbild und eine eigene Subdomain, ab dem Pro-Plan auch eine eigene Domain. Das Mitglied soll dein Studio sehen, nicht einen Softwareanbieter. Alles dazu unter White Label.
Was Fitnessstudio-Software kostet
Preismodelle unterscheiden sich stark: pro Mitglied, pro Standort, pro Trainer oder als Pauschale. Für kleine und mittlere Studios ist ein fixer Monatspreis pro Studio am einfachsten zu rechnen. RepX als Beispiel:
Die Rechnung dahinter ist einfach: Ein einziges gehaltenes Mitglied mit einem Abo von 80 CHF deckt den Basic-Plan ab. Jedes weitere Mitglied, das wegen eines Plans auf dem Handy, Videos am Gerät oder eines Anrufs nach 14 Tagen Pause bleibt, ist Gewinn. Verwaltungssoftware spart Zeit im Büro. Trainingssoftware hält Mitglieder. Beides lässt sich rechnen, aber nur das zweite wächst mit.
Alle Pläne sind monatlich kündbar, 14 Tage gratis testbar ohne Kreditkarte, und mit dem Gründungs-Angebot sind die ersten 2 Monate gratis. Die Zahlung läuft über Stripe. Die vollständige Übersicht steht auf der Preisseite. Zum Vergleich: Eine eigene native App entwickeln zu lassen kostet 26'000 bis 73'000 CHF plus Unterhalt, wie der Artikel Was kostet eine Fitnessstudio-App? vorrechnet.
Ab 70 CHF im Monat für das ganze Studio. 14 Tage gratis, keine Kreditkarte, in unter einer Stunde eingerichtet.
Checkliste für die Auswahl
Bevor du eine Software testest, prüfe diese Punkte. Sie entscheiden darüber, ob du in einem Jahr noch zufrieden bist.
- Datenschutz nach DSG. Wo liegen die Daten, wer ist Eigentümer, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag? Mehr dazu im Artikel Datenschutz im Fitnessstudio.
- Kündbarkeit. Monatlich kündbar ohne Mindestlaufzeit. Wer dich mit Zweijahresverträgen hält, hat kein Interesse daran, gut zu bleiben.
- Setup-Zeit. Wenn die Einrichtung Wochen dauert oder einen Berater braucht, wird sie oft nie fertig. Unter einer Stunde ist realistisch.
- Kein App Store nötig. Eine installierbare Web-App funktioniert auf iPhone und Android, ohne Freigabe durch Apple oder Google.
- Eigene Videos. Mitglieder vertrauen ihrem Coach, nicht einem Stock-Model. Die Software muss deine Videos abspielen, nicht nur fremde.
- Eigenes Branding. Logo, Farben und Domain gehören dir. Das Mitglied sieht dein Studio auf dem Homescreen.
- Live ausprobieren. Ein Demo-Studio ohne Registrierung zeigt mehr als jede Präsentation.
Das Demo-Studio von RepX kannst du direkt im Browser öffnen, mit Beispielplänen, Geräten und Statistiken.
Die häufigsten Fehler
- Alles auf einmal wollen. Verwaltung, Abrechnung, Kurse, Training, Marketing in einem System: Das gibt es, aber meist macht so eine Software nichts davon richtig gut. Besser: ein starkes System für die Verwaltung, ein starkes für das Training.
- Die Mitglieder vergessen. Eine Software, die nur das Büro entlastet, ändert nichts an der Kündigungsquote. Frag bei jeder Funktion: Was hat das Mitglied davon?
- Trainer nicht einbinden. Wenn die Trainer die Software nicht nutzen, bleiben die Pläne auf Papier. Die Bedienung muss so einfach sein, dass ein neuer Trainer sie ohne Schulung versteht.
- Mit Technik statt mit Inhalt starten. Die beste App ist leer, wenn keine Geräte, Übungen und Videos drin sind. Plane einen Nachmittag für Inhalte ein. Der Leitfaden Fitnessstudio digitalisieren zeigt die Reihenfolge.
- Den Preis pro Mitglied unterschätzen. 2 CHF pro Mitglied klingt wenig. Bei 400 Mitgliedern sind das 800 CHF im Monat, Tendenz steigend, während du wächst.
Für wen RepX passt, und für wen nicht
RepX ist eine Software für Training und Mitgliederbindung. Sie passt, wenn du eines dieser Probleme hast: Mitglieder, die nach drei Monaten verschwinden. Trainer, die Pläne auf Papier schreiben. Geräte, die niemand richtig benutzt. Eine App, die du dir schon lange wünschst, aber nicht entwickeln lassen willst.
Sie passt für kleine Fitnessstudios, Personal Trainer, CrossFit-Boxen, Physiotherapien und Ketten mit mehreren Standorten.
Typische Situation: Ein Studio mit 250 Mitgliedern, zwei Trainern und Plänen auf Papier. Nach der Umstellung erstellen die Trainer Pläne aus Vorlagen, die Geräte tragen QR-Codes mit Videos, und der Betreiber schaut jeden Montag auf die Liste der stillen Abgänge. Das ist der Kern von RepX, und mehr braucht es für diesen Zweck nicht.
RepX passt nicht, wenn du in erster Linie eine Verwaltungssoftware suchst. Es gibt keine Kursbuchung, keine Zutrittskontrolle, kein Beitragsinkasso und keine Mitgliederabrechnung. Auch Check-in, Ernährungspläne, Chat und Push-Benachrichtigungen sind nicht enthalten. Wer das braucht, nutzt dafür ein eigenes System und RepX daneben für alles, was im Trainingsraum passiert.
Wenn du unsicher bist, welche Kategorie zu dir passt, hilft der Software-Vergleich mit Papier, Excel, Fitness-Apps, nativer App und White-Label-Software. Und wenn du dein Studio erst noch eröffnest, findest du auf Gym eröffnen den Einstieg.